Aus dem Unterricht des CAS Social Media Management berichtet Eva Maria George:

29 Grad im Schatten, blauer Himmel und zweitletzter Unterrichtstag des CAS Social Media Management an der HWZ. Ach ja und was man auch noch beachten sollte; Morgen ist Abgabetermin der CAS Zertifikatsarbeit. Trotz all dieser doch eher erschwerenden Umstände ist die CAS SMM 2015-1 fast vollzählig erschienen und bereit für eine gute Portion Frauenpower! So wurde es uns versprochen und ja ich kann es vorweg nehmen: wir wurden nicht enttäuscht!

Lucia Yapi – die Power Frau – hat lange für Google gearbeitet. Dies kommt für uns Studenten schon ein bisschen einem Ritterschlag gleich. Zusätzlich hat sie ihr Wissen bei der Migros – für uns mittlerweile ein Schweizer Social Media Vorbild – eingesetzt und ist jetzt Selbständig im SEO Consulting tätig. Gute Voraussetzungen also für einen spannenden Tag.

Inbound Marketing
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marketing/inbound-marketing-and-why-it-works-0147723

Als erstes lernen wir, dass wir vom aufdringlichen Outbound Marketing wegkommen sollten und unseren Fokus eher auf Inbound Marketing, auch Permission Marketing genannt, setzen sollten. Da stellt man sicher, dass einem der Kunde dann findet, wenn er Inhalte zu unserem Thema sucht. Sprich er findet uns, wenn er einen Bedarf an unserem Produkt oder Service hat. Sei dies über Blogs, Podcasts, White Paper, Suchmaschinenoptimierung oder auch Social Media. Durch Inbound Marketing wird Traffic generiert, die Besucher in Leads umgewandelt, zu Kunden gemacht, diese wiederum werden in Bestandskunden umgewandelt – und dies alles ohne zu nerven.

Damit dieser Marketingansatz jedoch funktioniert, muss man auch gefunden werden und zwar am besten auf Platz eins der organischen Anzeigen der Search Engine Result Page. Dort Klicken nämlich fast 20% der Sucher drauf, wobei Platz 9 nur noch 2% Klickrate hat. Von der zweiten Seite reden wir lieber gar nicht mehr, denn wie wir schon öfters gehört haben in diesem CAS kann man dort alles Mögliche verstecken, was nicht gefunden werden sollte.

Doch nur auf Google gefunden zu werden, reicht noch nicht aus. Man sollte dafür gefunden werden wofür man als Unternehmen steht. Die genutzten Keywords sollten also mit dem Produkt und dem Inhalt der Website im Einklang sein. Die Besucher werden so zu einer längeren Verweildauer eingeladen und die Handlung des Kaufens sollte ausgelöst werden – CONVERSION.

Damit man auf Google aber auch wirklich gefunden wird, muss die Website so konzipiert sein – im Aufbau und Inhalt – dass sie von der Google Spider gefunden wird. Dafür bitte die folgenden Punkte richtig aufbauen:

  • Keywords
  • Content
  • Architektur der Seite (welche Themen gehören in die Top-Navigationsliste)
  • Programmierung
  • Interne Links
  • Backlinks

Weiter haben wir gelernt, dass vor einem Kauf durchschnittlich 10 Google Suchanfragen gemacht werden. Dies kann bis einen Monat dauern. Bei der Kaufvorbereitung haben generische Suchbegriffe eine hohe Bedeutung. Die Conversions werden dann wiederum eher zu konkreten Suchbegriffen stattfinden. Dies ist wichtig, wenn man sich für die eigenen Keywords entscheidet. Weiter sollte man nicht nur seine eigene Sichtweise einbeziehen, sondern sich auch genau überlegen, wie der Nutzer unser Produkt oder Service nennen könnte. Wonach sucht er? Ist dies womöglich gar nicht kongruent mit dem was wir denken? Lucia Yapi zeigt uns Tools, wie Google Trends und den Google Keyword Planer, welche uns bei der Suche nach den perfekten Keywords Unterstützungen geben können.

Danach überprüfen wir alle unsere eigene Website – oder die Website unserer Arbeitgebers – auf diverse Google Do’s and Don‘ts: wie Kewords in den URLs inklusive Reihenfolge (wichtiges zuerst), sprechende URLs, Ladezeiten, Mobile-Freundlichkeit, Fehler in der Programmierung, Doppelte Website oder auch Inhalte, Meta Tags, personalisierte Fehlerseite ja oder nein, XML Sitemap ja oder nein und haben wir eine Robots.txt Datei? Einigen von uns inklusive mir steht jetzt der Schweiss auf der Stirn. Ob es wohl nur an den heissen Temperaturen liegt?

Nun lässt Lucia Yapi SEO auf Social Media treffen. Social Media Aktionen beeinflussen also die Präsenz auf Google positiv. Jedoch gilt auch hier wieder: Social Media ohne guten Content kann auch auf Google nichts ausrichten. Als Autor gilt es relevant zu sein und damit eine bessere Reputation aufzubauen, welche dann wiederum von Google und auch den Kunden belohnt wird.

Die Social Media Plattformen senden Social Signals, welche sich auf Google positiv auswirken. Das beste Social Media Tool für die SEO ist der Blog, was nach einem Semester CAS Social Media Management niemanden im Klassenzimmer noch zu erstaunen vermag. Wir lernen aber, dass wir den Blog unbedingt auf unserer eigenen Website veröffentlichen sollten, um so auf die SEO unserer eigenen Domain einzuzahlen.

Als Haupterkenntnisse von diesem Tag nehme ich mit:

  • Content ist immer noch King!
  • Versuche nicht schlauer als Google zu sein, sondern halte die Richtlinien von Google ein
  • Lass uns eine Website konzipieren, welche attraktiv, relevant, interessant, benutzerfreundlich und gut programmiert ist. Unsere Kunden werden es lieben und somit wird es sich auch auf Google auszahlen – tue nichts für die Suchmaschine, was du nicht auch für den Nutzer machen würdest

Der „SEO meets Social Media“ Tag mit Lucia Yapi war ein gebührender Abschluss eines kurzweiligen und lehrreichen Semesters und wie so oft, verlässt man den Raum mit vielen neuen Inputs, welche in der Social Media Sphäre nun umzusetzen sind.

Ach ja liebe CAS SMMler 2015-1, fast hätte ich es vergessen: Katzen waren leider kein Thema!