Die HWZ Digital Leadership Study Tour startet mit einem gediegenen Dinner bei McCormick & Schmick’s am Ghirardelli Square in San Francisco und gibt den #hwzdigitalleader am ersten Tag Insights, um das Silicon Valley wirklich zu verstehen. Es berichten Theofilos Sidiropoulos und Patrik Auf der Mauer.

The Dinner at McCormick & Schmick’s

Introduction to the Silicon Valley by the expert

Zum Einstieg führt uns Dr. Sean Randolph, President & CEO beim Bay Area Council Economic Institute ins Silicon Valley ein.

Dabei führt er aus, dass die Bay Area weltweit die Nr. 19 der Weltwirtschaftsregionen ist, knapp vor der Schweiz. Die Region besteht aus 109 Städten und hat ca. 8 Millionen Einwohner.

Dies unterlegt Dr. Randolph mit Fakten, wie dem sehr hohe Bildungsniveau und der weltweit grössten Präsenz von Fortune 500 Firmen. Zudem trägt auch die umfassende Diversifizierung über die verschiedenen Industrien (von IT bis hin zu Bio-Tech) den Erfolg der Metropolregion aus.

Negative Auswirkungen des Erfolgs sind ein stetiger Anstieg der Lebenskosten. Wobei die Wohnkosten davon den grössten Anteil ausmachen. Ein Grund hierfür sei, dass mehr Personen zugezogen sind, als das Wohnfläche zur Verfügung gestellt wurde. Das hat die Miet- und Grundstückspreise in den letzten Jahrzehnten in die Höhe getrieben. Sie gehören mittlerweile zu den höchsten weltweit.

Auch der Verkehr ist ein grosses Problem. Die meisten Bewohner der Bay Area können sich keine Wohnung in San Francisco oder gar dem Silicon Valley leisten. Das zwingt sie dazu von ausserhalb zu pendeln. Da die öffentlichen Verkehrsmittel schlecht ausgebaut sind, müssen Sie auf das Auto zurückgreifen. Dies hat zu immensen Staus auf dem Highway 101 geführt, der San Francisco mit dem Silicon Valley verbindet. Die Techfirmen bieten ihren Mitarbeitern mittlerweile eigene Shuttleservices an.

Es gibt es zwar Pläne für ein High-Speed Transport System für ganz Kalifornien. Die Planung und Umsetzung werden aber noch Jahre dauern.

Die grössten Gruppen von ausländischen FIrmen und Investoren kommen aus Europa und China. Wobei diese beiden Regionen ganz unterschiedliche Ziele verfolgen. Die Europäer kommen, um zu investieren und ihr Geschäft aus dem Silicon Valley wachsen zu lassen. Die Chinesen kommen vielfach, um im Silicon Valley zu lernen und dann das Know-how und die aufgebauten Firmen zurück nach China zu bringen. Dagegen regt sich in der Region aktiver Widerstand, welcher fordert, dass Investitionen aus China (stark) reguliert werden sollen.

Er hat als erster auf dieser Study Tour unser Dankeschön aus der Schweiz erhalten.

Kick-off to Study Tour

Im zweiten Block des Vormittags stellt uns Gert Christen das spannende und umfassende Programm der Woche vor.


Verteilt auf die sechs Tage.

Zum Abschluss fordert uns Gert auf, uns während der Woche Gedanken zu machen wie wir die Eindrücke aus dem Silicon Valley zurück in der Schweiz in unser Umfeld einbringen wollen.

Digital Design with Autodesk

Am Nachmittag hat uns dann Scott Sheppard, Program Manager die verschiedenen Tätigkeitsfelder von Autodesk vorgestellt.

Der Name Autodesk führt auf die ursprünglich Geschäftsidee zurück. Sie wollten Programme wie Powerpoint, Word oder Excel, also den Desktop, automatisieren. Jedoch änderten sie dann ihr Modell auf CAD-Systemen und sind heute auf folgenden Gebieten mit Software tätig:

  • Architecture, Engineering & Construction
  • Product Design & Manufacturing
  • Media & Entertainment

Wir bekamen auf der Tour diverse Cases gezeigt, die mit Software von Autodesk entwickelt wurden. Sehr spannend waren vor allem die Cases um Generative Design. Hierbei gibt der Ingenieur oder Designer das Design Goal zusammen mit einigen Parametern wie Material, Produktionsmethode und Kostengrenzen an. Eine Software simuliert alle Lösungsmöglichkeiten und generiert Alternativen. Anhand dieser Iteration lernt sie dazu und bringt das optimale Design als Lösung und zeigt auf was warum nicht funktioniert.

Hierzu wurden uns u.a. folgende Cases gezeigt:

  • Ein Vorlage für eine Skulptur aus dem 3D Drucker
  • Ein Sportschuh dessen Sohle aus dem 3D Printer kommt
  • Eine Kirchenkuppel mit vorberechneten und gefertigten Bauteilen
  • Eine Brücke erbaut von Robotern

Ohnehin waren die Beispiele sehr interessant und vor allem für die Technikaffinen in der Klasse sehr interessant. Es war eigentlich ein grosser Tech-Spielplatz.

Data & Digital Security with DocuSign

Anschliessend ging es weiter zu DocuSign, wo uns Jen Zagofsky empfing, ihres Zeichens Head of Mortgage Solutions.

Hier ging es darum, uns aufzuzeigen wie DocuSign mit seinen Lösungen die Zeichnung von Verträgen vereinfacht. Der Net Promoter Score konnte bei vielen Kunden signifikant gesteigert werden. Auch konnte die Effizient verbessert werden. 50% der Dokumente werden nach einer Stunde von allen erforderlichen Stellen gezeichnet, 75% nach einem Tag.

Zudem wurde der Link zur digitalen Identität gemacht, die auch bei uns in der Schweiz ein aktuelles Thema ist. Das Modell von DocuSign zur Digital Signature zeigt auf in welche Richtung es gehen könnte. Auch wie in Zukunft Hashs für Verträge auf der Blockchain abgelegt werden könnten.

Big Data vs. Healthcare

Den ersten Tag im Valley haben wir dann im Startup Basecamp abgeschlossen. Hier haben sich verschiedene Projekte und Unternehmen aus dem Silicon Valley und dessen Unis vorgestellt. Wir konnten miterleben mit was sich Firmen hier beschäftigen und was uns auch bald beschäftigen könnte.

Somit endet der erste Tag voller neuer und interessanter Eindrücke. Wir können mit den Worten von Old Blue Eyes Frank Sinatra abschliessen: The Best is Yet to Come.