“Im Rahmen des Master-Studiums “Digital Business” an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich nehmen die Studierenden an einer von swissnex San Francisco und der HWZ organisierten Study Tour ins Silicon Valley teil. 

Die Study Tour ermöglicht exklusive Einblicke und wertvolle Kontakte in die Top-Unternehmen und Start-ups des Silicon Valley. Während dieser Woche lesen Sie hier täglich die Beiträge der auserwählten Teilnehmenden über ihre Erlebnisse im Silicon Valley und in der Bay Area.“ Manuel P. Nappo.

Der heutige Beitrag kommt von Sven Ruoss, Leiter Unternehmensentwicklung, watson news, und Matthias Kern, Head of Sales Display, search.ch:

Auf dem heutigen Programm standen Besuche bei Scandit, Airbnb, Crunchbase, Techcrunch, sowie die Teilnahme am GigaOM Event im Misson Bay Conference Center. Im Anschluss daran trafen wir uns wiederum zum Daily Debriefing „an der legendären Rampe“.

Um 09.00h haben wir im Swissnex Office eingecheckt und uns für die Ausführungen von Daniel Thalhammer, Head of Partnerships von Scandit, bereit gemacht. Wer ist Scandit und was tragen sie zur digitalen Welt bei?

Scandit 1

Scandit ist die führende Plattform zur Performance-Maximierung und Erschliessung neuer Ertragsmodelle mittels Barcode-Scanning, Texterkennung (OCR) und Data Capture Software für Mobiltelefone, Tablets und Wearable Devices. Scandit wurde 2009 von einer Gruppe von Forschern des MIT, der ETH und von IBM Research gegründet. Atypischerweise ist das Headquarter der Firma in Zürich und verfügt über Aussenbüros in Boston und SF. Zahlreiche Awards wie bspw. der ACES Fast Start Award 2011 unterstreichen den Erfolg des noch jungen Start-ups.

Scandit 2

  • Mobile Devices ersetzen die traditionellen Barcodescanner (gross, kompliziert, teuer).
  • Camera Scanning ist extrem schnell und ist damit im Daily Business bspw. in der Logistik im Retailbereich und im M-Commerce-Bereich ein grosser Vorteil.
  • Wearables wie bspw. Google Glass ermöglichen, dass beim Kommissionieren die Hände frei bleiben.

Scandit 3Mit Uber- und Lyft-Taxis wurden wir anschliessend zu Airbnb in die Brannan St. 888 chauffiert. (Uber & Lyft: das sind die wilden digitalen Täxeler, welche den 7×4 Fritzen das Leben sauer machen…). Anita Roth, Head of Policy Research, führte uns während einer guten Stunde in die Erfolgsgeschichte von Airbnb ein. Hintergrund zur Firma: Airbnb, gegründet im August 2008 mit Sitz in San Francisco, ist ein bewährter gemeinschaftlicher Marktplatz, auf dem Menschen einzigartige Unterkünfte auf der ganzen Welt inserieren, entdecken und buchen können — online oder vom Mobiltelefon aus. Bereits 1‘000 Mitarbeitende sind aktuell für das Unternehmen tätig.

Airbnb

Beeindruckend sind deren just-do-it-Mentalität und der Mut, ungewöhnliche Pfade zu beschreiten. Noch selten konnte ein Start-up innert so kurzer Zeit die Travel-Branche derart aufmischen.

Rund 75% der angebotenen Objekte befinden sich ausserhalb der klassischen Touristenzonen. Das bedeutet, dass Airbnb die Hotellerie nicht direkt kannibalisiert.

Bei unserem Besuch sind wir sogar auf Brian Chesky gestossen, einer der Firmengründer, welcher sich gerade an der Kaffeebar bediente. Der Chef lebt das Business vor: Er soll scheinbar in den sehr wohnlichen Büroräumlichkeiten wohnen…

Techcrunch

Nach einer gemütlichen Mittagspause unter der kalifornischen Sonne nahmen wir den Transfer in die Townsend Street unter die Füsse. Crunchbase und Techcrunch warteten auf uns. Wer sind diese Cracks?

TechCrunch ist ein Blog über Web 2.0-Produkte und -Unternehmen. Gründer ist Michael Arrington. Der erste Artikel erschien am 11. Juni 2005. Im Februar 2011 hatte TechCrunch laut FeedBurner mehr als 4,56 Millionen RSS-Abonnenten.

Techcrunch Mission

Am 28. September 2010 wurde bekannt, dass TechCrunch von AOL gekauft wurde. Im September 2011 verliess Gründer und Chefredakteur Arrington TechCrunch im Streit. Nachfolger ist Erick Schonfeld.

Gené Teare, Content Director und seit 6 Jahren an Bord bei CrunchBase (Bild oben Mitte), schilderte uns die Mission:

Das Geschäftsmodell von CrunchBase beruht auf folgenden drei Säulen:

  • Klassische Displaywerbung
  • Lizenzen für professionelle Usage (API) und
  • massgeschneiderte Dienstleistungen für Consumers

Täglich werden rund 20‘000 verschiedene Quellen gescannt, die News werden an rund 130‘000 User versendet und die Plattform zählt zwei Millionen User pro Monat.

In der zweiten Meetinghälfte sprach Brian, Journalist bei TechCrunch, über die Struktur und die Vorgehensweise des Nischenportals. Aus seiner Sicht sind Smart Home Automation, Safety, Health, Energy Efficency zentrale Technologietrends.

Gigaom Structure

Letzte Station des Tages: GigaOM. Kurz nach vier Uhr checkten wir im Mission Bay Conference Center ein. Unter dem Titel „The strategic value of the cloud“ erzählte Joe Weinman — Autor, Cloudonomics und Verwaltungsrat, IEEE Intercloud Testbed Executive Committee, in welcher Form das standortunabhängige Datenmanagement in Zukunft betrieben wird und welchen Impact es auf jede einzelne Firma hat.

Die drei zentralen Punkte welche für das Datenmanagement in der Cloud sprechen:

  1. Die höhere Agilität,
  2. Time-to-market und
  3. Kosteneffizienz

Hierzu sind die 10 Gesetze der Cloudonomics entstanden: http://gigaom.com/2008/09/07/the-10-laws-of-cloudonomics/

Das Beispiel der vier Nike Sneakers zeigt die vier möglichen Strategien um das Datenrennen zu gewinnen:

GigaOM

Unsere fünf Key-take-aways des Tages:

  • Wearables are the next big thing
  • Newcomers can be powerful enough to change traditional business models
  • Nothing is a mistake. There’s no win and no fail. There’s only MAKE
  • Free food is mainly a benefit for the employer
  • Why not ist das das Motto für viele Business-Ideen

UND: Done is better than perfect!

Sven Ruoss & Matthias Kern