Kaum die Stelle an der Fachstelle Social Media angetreten, durfte ich gleich den ersten Social Media Support Job übernehmen. Und zwar für die Swiss Music Awards 2013.

Mit der Bekanntgabe der Nominierten an der Pressekonferenz Ende Februar fiel der Startschuss (im Bild: Ivo Sacchi, Universal Music und AlexJoiz).

Die Aufgabe war zweigeteilt. Zum einen sollte die Facebook Page lebhafter werden, hier lag eine Idee eines Konzepts seitens der Veranstalter bereit. Zum anderen galt es, dem Twitter Account Seele einzuhauchen, vor allem hierfür holte sich der Veranstalter Hilfe. Trotz meiner Social Media Affinität war das ein Sprung ins lauwarme Wasser. Denn für gute Social Media Beiträge steckt eine Portion kommunikativer Kompetenz dahinter.

FacebookAuf dieser Plattform wollten wir vor allem die Nominierten und deren musikalische Leistung unterstreichen. Die Page war bereits recht vif und sollte bis zur Preisverleihung weiter, aber häufiger bespielt werden. Hier sollte die Community “für ihre Loyalität belohnt” werden, indem sie Information oder Links zu Material erhielten, das für sie recherchiert wurde.

Beispiele von Facebook-Beiträgen 

sma fb

TwitterDer Account und die bisherigen Tweets waren eher nüchtern und lieferten wenig Argumente @SwissMusicAward zu folgen (siehe Bild unten: Tweets während des SMA 2012).

history

Auf Twitter war das Ziel bis zur Verleihung am 1. März die 1000 Followers Grenze zu knacken, d.h. 400 neue zu generieren. Wir wollten den Hashtag #sma13 in Umlauf bringen, wir wollten uns mit anderen Twitterern verbinden und auf den Live-Ticker an der Show im Schiffbau aufmerksam machen oder kurz: Medienpräsenz  markieren.

Die Tweets waren – ihrer Natur gemäss – kurzlebiger und unkomplizierter. Um den Lebenswandel des SMA Twitter Accounts am besten darzustellen, ist am Schluss dieses Beitrages eine Storify mit wesentlichen Tweets und Interactions zusammengestellt.

Neu an den diesjährigen SMAs war der Live-Ticker. Da die Preisverleihung auf verschiedenen Fernsehsendern übertragen wurde, sollte der Twitter Stream als Second Screen dienen. Zuschauer zuhause konnten sich beteiligen und wurden aufgefordert, Fragen zu stellen oder zu wünschen, was sie vom Backstage sehen wollten.

Erfahrungswerte und Ausblick:

Es hat sich gezeigt, was wir an der Fachstelle lehren: eine Community und die Beziehung zu ihr aufbauen, geht nicht von null auf hundert. Eine Community muss gepflegt werden, und das sind längerfristige Aktivitäten. Um nachhaltig eine gute Fanbasis aufbauen zu können, muss stets daran gearbeitet werden. Interaktionen übers Jahr hinweg, auch wenn keine Nominierten bekannt sind, gilt es anzupeilen.

Dennoch konnte ich feststellen, dass der Twitter Account tatsächlich als Second Screen wahrgenommen wurde; so hat sich während des Anlasses die Followerzahl nochmals um 200 gesteigert. Vor dem Hintergrund der wachsenden Beliebtheit von Twitter und eines Marktes, indem ein erheblicher Teil der wahrgenommenen Produktequalität über Images läuft, ist dem im PR-Bereich, gerade von Marken wie des SMA, Rechnung zu tragen.

Bei Facebook hat sich gezeigt, dass Beiträge mit First Hand News oder humorvollem Content am besten angekommen sind. Die Menschen nutzen Social Media Plattformen und deren News ähnlich einem Boulevard-Magazin mit dem attraktiven Plus, dass sie hier mit dem “Journalisten” ins Gespräch kommen können. Und das wollen sie auch.

Allem in allem hat sich wieder einmal mehr gezeigt, Social Media bedeutet Aufwand und das Community Management benötigt ein Konzept. Ohne Konzept schwimmt man schnell im Informationsfluss mit und wird nicht mehr wahrgenommen. Es muss im Voraus geplant werden, welcher Fokus gesetzt sein soll, aber auch Details, wie Sprache und Kommunikationsstil sind klar zu vereinbaren.

Von 0 auf 100: Eine Storify über das Twittern an den #sma13

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