Der Algorithmus von Tiktok funktioniert anders. Zumindest anders als der von Instagram und Facebook. Um zu einer Millionen-Reichweite und damit an Ruhm und Ehre zu gelangen, braucht es weder das grosse Geld, noch eine riesige Followerschaft. Kreativität ist das neu gehandelte Gold. Welche Schattenseiten die Social Media-Plattform Tiktok jedoch mit sich bringt, klärt Dominic Stöcklin im Interview der NZZ*.

Tiktok trifft den Zeitgeist

Tiktok ist der neue Stern am Social Media-Himmel. Für Dominic Stöcklin, Studiengangsleiter des CAS Social Media und Content Marketing, ist dies keine Überraschung: «Die Generation Z inszeniert sich gerne und ist mit Elementen der Selbstdarstellung aufgewachsen. Bereits Instagram ermöglichte es jeder und jedem, durch einfache Filter schöne Fotos zu veröffentlichen. Tiktok macht im Prinzip dasselbe, einfach mit Videos». Des Weiteren erwähnt Stöcklin, dass die gesellschaftlich wachsende Ungeduld beim Medienkonsum Tiktok in die Hände spiele: «Viele haben keine Lust mehr, sich lange mit Inhalten zu beschäftigen. Videos müssen kurz sein und schnell auf den Punkt kommen. Das bietet Tiktok».

Tiktok vs. Instagram – Ein entscheidender Unterschied

Was von aussen scheint, als wäre Tiktok ein Instagram mit Videos, macht von innen einen ganz anderen Eindruck. Blickt man nämlich hinter die Kulissen der App, erkennt man einen essentiellen Unterschied: Anders als bei anderen erfolgreichen Social Media-Plattformen wie Instagram oder Facebook, schlägt der Algorithmus von Tiktok dem User nicht nur Beiträge vor, mit vielen Likes bzw. solche, die von Nutzern stammen mit vielen Followern, sondern ausschliesslich solche, welche mit den persönlichen Vorlieben des Users übereinstimmen.

Ob diese Herangehensweise die Social Media-Welt revolutioniert oder ein Einzelfall bleibt, ist noch unklar. Dominic Stöcklin erkennt dahingehend aber schon jetzt kleinere Tendenzen: Zum Beispiel, dass die Plattformen selbst bei klassischen Metriken wie Likes zurückschrauben würden. «Auf Instagram wird teilweise nicht mehr angezeigt, wie viele einen Beitrag gelikt haben». Dies sei zwar gut gemeint, könne aber das fragile Influencer-Business und dranhängende Existenzen ins Wanken bringen: «Ein teilweise florierendes Geschäftsmodell steht auf dem Spiel» verdeutlicht er.

« 10 years and still going strong »

Wir stellen fest: Social Media ist nie gleich Social Media. Was gestern noch galt, kann heute schon überholt sein. Die Ansprüche der neuen Generationen verändern sich gefühlt in Lichtgeschwindigkeit. Und auch wenn die Plattformen für den Endverbraucher oft sehr ähnlich zu sein scheinen, sind sie es meistens in ganz bestimmten – meist technischen – Aspekten eben doch nicht. Am Ball bleiben heisst hier die Devise.

Genau das lässt sich mit einer Teilnahme am CAS Social Media und Content Management erreichen. Der CAS Social Media kommt jetzt ins 10. Lebensjahr und ist damit das langjährigste Weiterbildungsformat des Institute for Digital Business. Manuel P. Nappo, Institutsleiter und Gründer des CAS Social Media, meint dazu: «still relevant, still going strong». Der kommende Studiengang hat nur noch wenige Plätze frei. Anmeldeschluss ist der 31. Juli #deschnellerischdegschwinder.

*Das vollständige Interview mit Dominic Stöcklin findest du hier.